13.09.2017 14:40 | dpa

SPD-Kandidat Schulz empört über TV-Duell-Absage

Heppenheim

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz spricht zu den Journalisten.
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz spricht zu den Journalisten. Bild: Kay Nietfeld/Archiv

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat verärgert und empört über die Verweigerung eines weiteren TV-Duells durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagiert. „Ich bin erstaunt, dass ich dem Bundeskanzleramt einen Brief schreibe, an die Kanzlerin persönlich - und das Adenauerhaus kommentiert das und lehnt das ab”, sagte Schulz am Mittwoch am Rande eines Wahlkampfauftrittes in Heppenheim. Die Absage war aus der CDU-Zentrale gekommen.

„Ich bin immer noch davon ausgegangen, dass das Bundeskanzleramt nicht die Parteizentrale der CDU ist, sondern eine Einrichtung, die dem Land dient”, meinte Schulz. „Offensichtlich nicht. Diese Überlappung von Parteiinteressen und Staatsaufgaben, die geht so nicht.” Er sei zu einem weiteren TV-Duell bereit, sagte Schulz. „Ich stehe zur Verfügung. Ich erwarte schon, dass Frau Merkel sich dazu herablässt, Briefe, die ich an sie richte, selbst zu beantworten.”

(dpa)

Kommentare

  • Kein zweites Schulz-Merkel-TV-Geplänkel
    geschrieben von Seckberry (369 Beiträge) am

    Aus der CDU-Zentrale hieß es gestern sinngemäß, dass sich der einmalige Austausch von Nettigkeiten unter den Chef*innen von CDU und SPD hinlänglich beim überhöht als TV-Duell bezeichneten Format bewährt habe.

    Schulz' Versuch, das mit seiner verbockten Prüfung garantierte Sitzenbleiben durch eine Wiederholung des Bundeskanzler-Eignungstests dadurch zu verhindern, dass er bei einem zweiten Kanzlerkandidat*innen-Beisammensein vielen Bürger*innen nach dem Mund redet, ohne Rücksichtnahme auf genuin sozialdemokratische Positionierungen, brächte ihn ohnehin nicht zum Erreichen seines angestrebten Klassenziels.

    Der Schlagabtausch oder treffender das Schulz-Merkel-Gekabbel war von vorneherein als Einakter vorgesehen und es ist auch gut so, das unterhaltsame SPD-CDU-Dramolett nicht durch eine Wiederholung zu entwerten, n'est-ce pas ?

    Bundeskanzler*innen werden schließlich nicht direkt bei der Bundestagswahl vom Volk, sondern vom dann neu gewählten Bundestag für das hohe Amt ausersehen.

  • PR-Gag
    geschrieben von henry_jr (67 Beiträge) am

    Es gibt wichtigere Dinge sich im Fernsehen und der
    Presse zu "präsentieren". So, jetzt will er eine
    zweite Chance, weil er die erste nicht genutzt hat?
    "Herablassen"? Nur schlechte Verlierer greifen zu
    solchen Mitteln.

  • Welch ein Bild des Jammers
    geschrieben von Teufelinchen (1 Beiträge) am

    DA HAT MARTIN SCHLUCHZ DIE FALSCHE ADRESSE GEWÄHLT.
    Denn zur Wahl steht die CDU-Vorsitzende als Spitzenkandidatin ihrer Partei. Die Kanzlerwahl erfolgt nach der Wahl des Bundestages erst Wochen später im Parlament. Welch ein Bild des Jammers - und das als Mannsbild?



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