12.08.2017 10:45 | dpa

Bahnhofsviertel präsentiert sich kreativ und urban

Frankfurt/Main Drogen, Kriminalität und Rotlicht: Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist berüchtigt. Es wird aber auch moderner und teurer. Besucher bekommen nun wieder bei Führungen und anderen Aktionen Einblicke.

"Bahnhofsviertelnacht" in Frankfurt am Main.
"Bahnhofsviertelnacht" in Frankfurt am Main. Bild: Boris Roessler/Archiv

International, kreativ und urban präsentiert sich das berüchtigte Frankfurter Rotlichtviertel seit zehn Jahren in der Bahnhofsviertelnacht. „Was 2008 als einmalige Veranstaltung zum 120. Geburtstag des Frankfurter Hauptbahnhofs begann, ist längst fester Bestandteil im städtischen Veranstaltungskalender”, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Am kommenden Donnerstag (17. August) machen 50 Einrichtungen mit. Das Motto des Fests, bei dem sich das Viertel in eine Partymeile verwandelt, lautet „Die Zehnte”.

Neu dabei sind unter anderem der Szene-Club „Oye”, die Beratungsstelle „Hiwa!” für ältere Migranten und die Sucht-Selbsthilfe-Einrichtung „Fegerflotte”. Erstmals macht auch der Verein für Arbeits- und Erziehungshilfe (vae) mit seinem Kompetenzzentrum mit. Im Szene-Club „Orange Peel” bieten die „Fünf Herren” multimediale Stadtführungen, literarische Konzerte und Akrobatik.

Unter den 50 Einrichtungen sind aber beispielsweise auch Schulen, die Moschee Merkez, Hotels, die Bahnhofsmission, eine Galerie, der Drogennotdienst und ein alteingesessener Schreibwarenladen, der Verband Deutscher Eisenbahningenieure und eine internationale Buchhandlung. Dazu kommen zahlreiche themenbezogene Führungen durch das Viertel, Livekonzerte, Vorträge und andere kulturelle Angebote.

Einblicke in das Rotlichtmilieu soll es dem offiziellen Programm zufolge nicht geben. Der Stadt war im vergangenen Jahr vorgeworfen worden, Werbung für Prostitution zu machen. Inoffiziell gibt es aber zum Beispiel Führungen für Frauen, organisiert vom Vorsitzenden des Gewerbevereins Ulrich Mattner.

Oberbürgermeister Feldmann eröffnet die Bahnhofsviertelnacht offiziell um 18.00 Uhr auf der Bühne im Hof der Weißfrauen Diakoniekirche. Danach gibt es ein „multireligiöses Friedensgebet”.

(dpa)

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