16.06.2017 03:30 |

Rauchvergiftung – größte Gefahr

Die bei weitem häufigste Todesursache bei Bränden ist eine Vergiftung durch Rauchgas. Beteiligt ist vor allem Kohlenmonoxid, das bei Feuer mit geringer Luftzufuhr entsteht. Das Gas binde sich 300- bis 400-mal stärker als Sauerstoff an den Blutfarbstoff und führe so zum Ersticken, sagt Bundesfeuerwehrarzt Klaus Friedrich. Zur Rauchvergiftung kann auch Blausäure beitragen, die bei der Verbrennung bestimmter Kunststoffe entsteht.

Die meisten der Brandopfer sterben nachts im Schlaf. Die Menschen werden durch das geruchslose Kohlenmonoxid bewusstlos, bevor sie fliehen können. Daher seien Brandmelder im Zimmer so wichtig, sagt Friedrich. Bei wachen Opfern treten rasch leichte Sehstörungen, Kopfschmerzen und Herzklopfen auf. Das Bewusstsein trübt sich. Nach fünf bis acht Minuten bricht der Kreislauf zusammen. Später kann es zu Verhaltensänderungen und Gedächtnisstörungen kommen.

Ein Mensch mit Kohlenmonoxidvergiftung muss an die frische Luft gebracht und möglichst rasch vom Rettungsdienst mit Sauerstoff behandelt werden.

Kommentare



zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Ein neues Posting hinzufügen


Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.
Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername: *
gewünschtes Passwort: *
Wiederholung Passwort: *
E-Mail: *
Kundennummer falls vorhanden:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage: Aus wie vielen Bundesländern besteht Deutschland?: 

Weitere Artikel aus Panorama

Weitere Artikel aus Panorama

Rubrikenübersicht