14.03.2015 03:30 | Holger Vonhof

Neuer Spielplatzes im Höchster Stadtpark: Schluss mit Reden – spielen!

Höchst Der völlig neu gestaltete Spielplatz im Höchster Stadtpark ist gestern eingeweiht worden. Rund 200 Kinder nahmen die Fläche sofort in Beschlag.

Da kann Bürgermeister Olaf Cunitz nur einlenken: Schluss mit der Rede, die Kinder warten darauf, den Spielplatz offiziell in Beschlag nehmen zu dürfen. Neue Attraktion ist der hölzerne Kletterwald in der Mitte.	Foto: Maik Reuß
Da kann Bürgermeister Olaf Cunitz nur einlenken: Schluss mit der Rede, die Kinder warten darauf, den Spielplatz offiziell in Beschlag nehmen zu dürfen. Neue Attraktion ist der hölzerne Kletterwald in der Mitte. Foto: Maik Reuß Bild: Maik Reuß

Den Kindern wird die Rede zu lang. Sie stellen sich neben den komischen Mann am Mikrofon, der alle von den Großen namentlich begrüßt und dann umständlich etwas vom Erholungswert der Parks und vom Dank an die Planer und die Garten- und Landschaftsbauer erzählt, und machen so fast physisch Druck. Der Mann am Mikrofon, Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne), schaut immer wieder in die gespannten Kindergesichter – und gibt den Spielplatz frei. Rund 200 Knirpse laufen mit dem Startsignal los und nehmen die neue Spiellandschaft in Beschlag. Binnen Sekunden schwingen sie auf den Schaukeln, kraxeln im Kletterwald umher oder spielen auf dem Bolzplatz Ball. Selbst Apfelsaft und Brezeln, zur Feier der Eröffnung bereitgestellt, müssen warten.

 

Neue Spielgeräte

 

Der Spielplatz ist ein Schmuckstück des mit mehr als 19 Hektar größten Parks im Frankfurter Westen. Höhepunkt ist der Kletterwald mit seinen Plattformen, Stegen, Netzen und einer Rutsche. Der Bolz- und Streetballplatz aus Asphaltbeton hat neue Spielfeldmarkierungen bekommen und ist durch einen zusätzlichen Spielbereich erweitert worden – mit Bodenmodellierungen zum Fahren mit Bobbycars, Inlinern oder kleinen Rädern. Es gibt sogar eine kleine Zuschertribüne an der Seite. Die Matschtische und die Wasserpumpe wurden wieder aufgebaut. Es gibt Schaukeln, Hüpfspiele und für alle Schwindelfreien eine Drehscheibe. Auf die Kleinsten wartet der Sandbagger, der wieder in den neu gestalteten Kleinkinderbereich integriert wurde. Eltern und Großeltern können sich über reichlich Sitzgelegenheiten freuen, auf Mäuerchen oder Sitzwürfeln. Unterhalb der Bastion ist ein Bereich für Menschen jeden Alters entstanden, mit locker verteilten Sitzelementen, Tischtennisplatten und einem Boule-Platz. Der neue Spielplatz reicht fast bis zum Ufer des Weihers; der alte Baumbestand in dem als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen und zum Grüngürtel gehörenden Park konnte erhalten werden.

 

892 000 Euro investiert

 

Zur Eröffnung hatten sich gestern Politiker aus Stadtparlament und Ortsbeirat, die Höchster Kinderbeauftragte Anna Monaco, Mitglieder des Kinderbüros, des Grünflächenamts sowie der Garten- und Landschaftsbauer versammelt. Cunitz war als Vertretung für Gründezernentin Rosemarie Heilig eingesprungen, die sich den Fuß verstaucht hat. Aber der Tag gehörte den Kindern: einer Kunstklasse der benachbarten Helene-Lange-Schule, dem Kinderparlament und den Knirpsen aus den Kinderzentren Gerlachstraße und Peter-Fischer-Allee. Der Neubau des Spielplatzes, der in der Vergangenheit eifrig genutzt wurde, war dringend notwendig gewesen: Er war abgenutzt, Spielgeräte waren zum Teil aus Sicherheitsgründen abgebaut worden. Rund 892 000 Euro hat die Neugestaltung gekostet, zur Verfügung gestellt vom Planungsdezernat. Der Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen) hat wesentlich zur Umsetzung des Projekts beigetragen. „Aber der Spielplatz ist erst der Anfang“, sagte Cunitz: Der Höchster Stadtpark wird für weitere 2,1 Millionen Euro aus dem Budget des Planungsdezernats erneuert. Dazu gehören die Sanierung des Fuß- und Radwegs in Richtung Sossenheim, die Aufbringung einer neuen Deckschicht auf den Parkwegen und die Restaurierung der Brücke über den Weiher unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Vorgaben. Im Süden und Osten werden die Gehölze durch neue Sträucher ergänzt – auch das ist eine Vorgabe des historischen Gartenkonzepts aus den dreißiger Jahren. Cunitz würde gerne auch die Parkplätze vor dem Sportplatz der SG Hoechst aus dem östlichen Teil des Parks herausholen; ein Ersatz ist allerdings noch nicht gefunden.

Der Höchster Stadtpark ist denkmalgeschützt; er wird von Höchstern wie Unterliederbachern oder Sossenheimern gleichermaßen genutzt. Die Erneuerung des Spielplatzes war der erste Bauabschnitt; das Geld wurde – wie auch das für die Erneuerung des Stadtparks – vom Planungsdezernat über das Förderprogramm Höchster Innenstadt zur Verfügung gestellt. Vorausgegangen ist den Arbeiten eine gartendenkmalpflegerische Untersuchung.

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