19.06.2017 03:30 | Sascha Kröner

Etwas platt auf Familientour: Sascha Körner bestreitet seine erste Giro Hattersheim

Hattersheim HK-Mitarbeiter Sascha Kröner hat bei der Family Tour auch nette Begleitung aus Kriftel gefunden. Und verteilt viel Lob für Strecke und Streckenlänge.

Sie meistern die Family Tour: Mama Michaela und Tochter Mia Sturm, Papa Bernd Silies und HK-Reporter Sascha Kröner (hinten).
Sie meistern die Family Tour: Mama Michaela und Tochter Mia Sturm, Papa Bernd Silies und HK-Reporter Sascha Kröner (hinten). Bild: Hans Nietner

Als ich die Sporthalle am Karl-Eckel-Weg betrete, sind die meisten Radfahrer schon unterwegs. Kein Wunder: Um 7 Uhr fiel bereits der Startschuss für fast alle Strecken des Giro Hattersheim – die Teilnehmer des Radmarathons strampeln sogar bereits seit 6 Uhr. So früh klingelt bei mir zu Hause noch nicht einmal der Wecker. Schließlich ist Sonntag, und da will man auch als Reporter ausschlafen. Nach einem gemütlichem Frühstück mache ich mich also um kurz vor 10 Uhr auf den Weg in Richtung Start. Da ich ich mit der 24 Kilometer langen Family Tour die kürzeste Giro-Strecke gewählt habe, ist dies kein Problem. Ohne Wartezeit geht es direkt zur Anmeldung, wo der Drucker meine Startnummer ausspuckt: Die 1267 wird mich bei meiner ersten Giro-Teilnahme begleiten.

Bei der Anmeldung treffe ich Michaela Sturm, ihren Partner Bernd Silies und die zehn Jahre alte Tochter Mia. Die Familie aus Kriftel hat die Familienstrecke schon mehrfach gemeistert und geht in diesem Jahr gleichzeitig mit mir an den Start. Bevor es losgeht, heftet Michaela Sturm die Startnummer 881 gut sichtbar an Mias Hemd. Ich habe meine Nummer – zugegebenermaßen etwas lieblos – im Rucksack verstaut. Aber es kann bei der Premiere ja auch nicht gleich alles vorbildlich laufen. Ich stelle die Distanzanzeige meines Fahrradcomputers noch schnell auf Null, um zu testen, ob der RC Hattersheim mit der Längenangabe von 24 Kilometer richtig liegt. Dann geht es los.

Die Familienstrecke soll so wenig wie möglich über Straßen führen. Diese Vorgabe erfüllt der RC gleich auf den ersten Metern der Tour. Durch eine Unterführung radeln wir unter der Mainzer Landstraße hindurch in den Hattersheimer Stadtpark und von dort über den Marktplatz am Alten Posthof. An jeder Abzweigung weist ein gut sichtbarer roter Pfeil den weiteren Weg. Bernd Silies fährt neben mir her und berichtet, dass er vor über zehn Jahren viel Rennrad gefahren war und selbst schon auf den längeren Strecken des Giro startete. Heute fahren er und Michaela Sturm noch mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Kaum über Straßen

Auf der Weingartenstraße wird unsere Unterhaltung unterbrochen. Wir müssen hintereinander fahren, um Autos vorbei zu lassen. Die Fahrt entlang der Straße ist aber schnell vorbei. Nachdem wir die Heinrich-Böll-Schule passiert haben, fahren wir auf dem Regionalparkweg in Richtung Weilbach. Die Wegweiser zeigen nun immer geradeaus. Trotzdem wird eine kurze Unterbrechung am Nußbaumquartier notwendig: Die zehn Jahre alte Mia muss ihr Fahrradschloss anders um den Sattel legen, weil es sonst beim Treten der Pedale stört. Bernd Silies weist mich derweil darauf hin, dass mein Hinterreifen etwas zu platt aussieht. Eine Luftpumpe habe ich leider nicht dabei.

Die Rest der Fahrt bis nach Flörsheim verläuft problemlos. Michaela Sturm stellt jedoch in Weilbach fest, dass der Verlauf der Strecke geändert wurde. Früher sei es durch ein Weilbacher Wohngebiet gegangen. Jetzt leiten uns die Pfeile über Feldwege bis zur Autobahnbrücke in Bad Weilbach. „Hier ist die erste Stinkequelle“, erklärt die Mutter ihrer Tochter, die eine steile Auffahrt tapfer meistert. Gemeint ist die Schwefelquelle des alten Kurorts. Vorbei am Tiergehege führt die Familienstrecke bis zur Flörsheimer Warte, wo wir auf mehrere Giro-Teilnehmer treffen. Das schwierigste Stück für Kinder folgt in Flörsheim: Hier müssen wir für einige Meter auf der viel befahrenen B 519 bleiben. Die anschließende Rast am Kontrollpunkt an der Hauptstraße haben wir uns verdient. Besonders hilfreich: Die Helfer des RC Hattersheim haben eine Luftpumpe bereit gestellt, mit der ich mein kleines Reifenproblem beheben kann. Nach einer Verschnaufpause trennt sich mein Weg von der Krifteler Familie. Über Eddersheim und Okriftel bringe ich die Family Tour alleine zu Ende. Als ich wieder am Ausgangspunkt in Hattersheim eintreffe, zeigt der Fahrradcomputer 24,5 Kilometer. Das kann man wohl durchgehen lassen . . .

(sas)

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