19.06.2017 03:30 |

So lecker schmeckt es hier: Kulinarischer Rundgang beim Internationalen Straßenfest

Liederbach Auch wenn der Titel etwas anderes vermuten lässt – das Internationale Straßenfest strotzt nur so vor Lokalkolorit und ist dank des Engagements der Liederbacher Vereine seit Jahren ein Erfolg. Das Höchster Kreisblatt hat drei der langjährigen Teilnehmer an ihren Ständen besucht.

Ob Aperol, Mojitos oder Erdbeer-Daiquiris: Die Cocktails, die Vereins-Barkeeper beim Internationalen Straßenfest mixten, kamen nicht nur bei Annette Booth (links) und Olha Vovchok bestens an. Das gilt natürlich auch für die unzähligen kulinarischen Begleiter.
Ob Aperol, Mojitos oder Erdbeer-Daiquiris: Die Cocktails, die Vereins-Barkeeper beim Internationalen Straßenfest mixten, kamen nicht nur bei Annette Booth (links) und Olha Vovchok bestens an. Das gilt natürlich auch für die unzähligen kulinarischen Begleiter. Bild: Hans Nietner

Übermäßig warm war es am Samstagabend zwar nicht, doch das änderte nichts an der Tatsache, dass es die Besucher nach kühlen Getränken dürstete. Mit diesem Anliegen wurde man auf dem Internationalen Straßenfest am Stand der TG Liederbach gut versorgt, schließlich hatten die Tänzer eine kleine Cocktailbar aufgefahren. Im Angebot waren Mojitos und Erdbeer-Daiquiris aus Kuba oder Caipirinhas aus Brasilien, doch besonders beliebt war ein weniger exotisches, aber nicht minder erfrischendes Getränk. „Das Kölsch kommt bei den Leuten gut an, weil es nicht ganz so viel Alkohol hat wie normales Bier und somit grade im Sommer gut den Durst löscht“, verriet Vereinsvorsitzende Saskia Steffen.

Kölsch und Cocktails

Während das Zapfen des Kölschs ein Ein-Mann-Job war, wurden die Cocktails von gleich mehreren ehrenamtlichen Barkeepern aus den Reihen des Vereins zubereitet: Es wurde Minze gezupft, Eis zerstoßen und kräftig geschüttelt, damit es den Besuchern des Straßenfestes munden konnte. Dies geschah alles Hand in Hand und ist ein schönes Sinnbild für die Feier im Allgemeinen. „Es beteiligen sich wirklich alle im Ort“, schwärmte Steffen und hob das trotz des guten Zulaufs eher gemütliche denn kommerzielle Ambiente hervor.

Die „Grillmeister“ Guido Müller und Horst Jendraschek vom Schützenverein kamen mit den Bestellungen kaum hinterher. Foto: Hans Nietner
Die „Grillmeister“ Guido Müller und Horst Jendraschek vom Schützenverein kamen mit den Bestellungen kaum hinterher.

Gemütlich allerdings nur für die Gäste, denn an den Ständen kamen die Helfer zeitweise gut ins Schwitzen. Guido Müller und Horst Jendraschek vom Schützenverein kam mit den Bestellungen am frühen Abend beispielsweise kaum hinterher.

„Das ist auch gut so“, scherzte Jendraschek, während er die nächste Ladung Rinds- und Bratwürste auf dem Rost seines Grills verteilte. Würste würden immer gehen, so seine Einschätzung, und gerade die Curry-Wurst mit hausgemachter Sauce war ein Renner. Während das Duo weiter die Kundschaft versorgte, ging Chef-Schütze Stephan Kneib zur großen Kühlbox, um die Restbestände zu prüfen. „Es läuft richtig gut“, so sein Urteil nach dem Blick in die Truhe, die bereits gegen 19 Uhr zur Hälfte geleert wurde.

800 Würste

Insgesamt 800 Brat- und Rindswürste hatte man beim Metzger des Vertrauens geordert, dazu noch mal rund 85 Kilo Zwiebelbraten. „Der ist uns nämlich im vergangenen Jahr zu früh ausgegangen“, erzählt Stephan Kneib. Diesmal hatten die Hobby-Grillmeister besser kalkuliert und niemand musste den Stand der Schützen hungrig verlassen.

Wer dagegen Appetit auf einen süßen Nachtisch hatte, der wurde wenige Meter weiter beim Freundeskreis Europäische Partnerschaften glücklich. Dort gab es leckere Crêpes, wahlweise mit Zimt und Zucker oder Schokocreme.

Nur die Variante mit Grand Marnier kam nicht ganz so gut an. „Der ist dann für uns Erwachsene, wenn wir später abbauen“, scherzte Julio Martinez de Una vom Freundeskreis. Grund zur Beschwerde gab es nämlich nicht. „Die ersten Stunden waren traditionell etwas zäh“, erklärte Martinez de Una, „aber ab 18 Uhr ging es mit der Besucherzahl steil nach oben.“ Auch die Crêpes-Bestände hatten dementsprechend bereits gegen 19 Uhr abgenommen, doch eine kleine Reserve hatte man noch parat.

Zweiter Hunger

„Aus Erfahrung kann ich sagen, dass viele zwischen 21 und 22 Uhr noch mal einen zweiten Hunger bekommen“, sagte Martinez de Una. Zudem durfte man sich über Gäste aus der englischen Partnerstadt Verwood freuen, die sich bei einer Weißweinschorle unter das Liederbacher Volk mischten. Unter dem Strich steht ein erfolgreiches Internationales Straßenfest 2017 – den Liederbacher Vereinen sei Dank.

Kommentare



zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Ein neues Posting hinzufügen


Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.
Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername: *
gewünschtes Passwort: *
Wiederholung Passwort: *
E-Mail: *
Kundennummer falls vorhanden:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage: Welche Farbe hat eine reife Banane?: 

Weitere Artikel aus Main-Taunus

Petra Hückel, Fachdienstleiterin im Bürgerbüro, mit den aktuellen Anmeldeformularen.
Hofheim
|
Stadt Hofheim warnt

Vorsicht: Gauner mögen Scheinadressen

<span></span>
Marxheim
|
Anwohner bereits informiert

Asylbewerber ziehen in leerstehendes Hotel "St. Petersburg"

Weitere Artikel aus Main-Taunus

Das 2224 Meter hohe Nebelhorn in Oberstdorf ist Schauplatz des Krimis von Nicki Fleischer.
Liederbach
|
Nicki Fleischers erster Kriminalroman

Liederbacher Krimi-Autorin mit Hang zum Allgäu

Ein Polizeiwagen fährt die Strecke am Tag danach ab. An diesem Feldweg am Ortsrand von Liederbach kam es zu dem tödlichen Unfall.
Liederbach
|
Tragischer Unfall am Feldweg

Fußgänger von zurücksetzendem Traktor überrollt

Rubrikenübersicht