21.03.2017 03:30 | Ulrike Kleinekoenen

Bürgermeisterwahl 2018: Krifteler SPD-Chef: "Wir wollen eigenen Kandidaten aufstellen"

Kriftel Die Sozialdemokraten wollen Amtsinhaber Christian Seitz (CDU) bei der Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr nicht kampflos das Feld überlassen. In den nächsten Monaten wolle man sich auf die Suche nach einem Kandidaten machen. Dabei werde sich die SPD nicht auf Kriftel beschränken, im gesamten Kreisgebiet gäbe es fähige Genossen, so der SPD-Chef.

Werner Moritz-Kiefert
Werner Moritz-Kiefert

Zwei Tage nach der Wahl von Martin Schulz zum neuen Vorsitzenden der Bundes-SPD herrscht auch bei dem Chef der Krifteler Sozialdemokraten, Werner Moritz-Kiefert, noch 100-prozentige Freude. Der ehemalige Präsident des EU-Parlaments und Kanzlerkandidat sei ein „Gewinn für die Partei“. Dabei will er die Arbeit dessen Vorgängers in keinster Weise schmählern. Im Gegenteil: Sigmar Gabriel habe viel geleistet und habe „zur rechten Zeit erkannt, was der Partei gut tut“, honoriert der Krifteler den Rückzug des jetzigen Außenministers von der Spitze der Partei.

Auch die Krifteler Genossen werden in dieser Woche ihre personellen Weichen für die nächsten Wahlen stellen. Doch wird dies weit weniger spektakulär sein. Der Vorsitzende Moritz-Kiefert will sich bei der Jahreshauptversammlung am kommenden Donnerstag, 23. März, den Mitgliedern zur Wiederwahl stellen. Er gehe davon aus, dass es auch in der Besetzung der weiteren Vorstandsämter keine großen Veränderungen geben wird.

Mit den Mitgliedern will der Vorstand aber auch schon in das nächste Jahr schauen, wenn in der Obstbaugemeinde wieder der Bürgermeister gewählt wird. Amtsinhaber Christian Seitz (CDU) hatte bereits im Interview mit dem Höchster Kreisblatt durchblicken lassen, dass er ein drittes Mal antreten will. Aber die SPD, so ihr Vorsitzender, werde dem Rathauschef diesmal „nicht kampflos“ das Feld überlassen, sondern einen eigenen Kandidaten aufstellen. In den nächsten Monaten werde man sich intensiv mit der Suche nach einer geeigneten Person auseinandersetzen. Dabei will sich die Partei nicht auf Kriftel beschränken, „auch im Main-Taunus-Kreis gibt es fähige Menschen“, die sich Moritz-Kiefert gut als Kandidaten vorstellen kann. Namen nennt er aber keine.

Ob sich die Krifteler Genossen hier dem Druck des Unterbezirks stellen, sei erst einmal dahin gestellt. Fakt ist jedoch: Vor einigen Monaten hatte der SPD-Unterbezirksvorsitzende Michael Antenbrink es als „Fehler“ bezeichnet, bei einzelnen Wahlen keinen Kandidaten aufgestellt zu haben. Deshalb, so Antenbrink im April vergangenen Jahres auf dem Parteitag des Unterbezirks, sei beispielsweise gut zu überlegen, wie die SPD in die Bürgermeisterwahl 2018 in Kriftel zieht.

Bei der letzten Bürgermeisterwahl 2012 hatten die Krifteler Genossen keinen Kandidaten aufgestellt, die Grünen waren mit Frontfrau Regina Vischer angetreten, die sich gegen Amtsinhaber Seitz geschlagen geben musste, der über 75 Prozent der Stimmen bekam. Sechs Jahre zuvor, als Seitz zum ersten Mal als Nachfolger von Paul Dünte antrat, hatte er 60,4 Prozent erhalten. Damals waren die Sozialdemokraten mit Karl-Heinz Greb angetreten, der sich mit knapp 40 Prozent zufrieden geben musste.

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