12.09.2017 03:00 |

"Rudelsingen" findet auch auf dem Weinfest große Resonanz: Kollektiver Singspaß erlaubt auch schiefe Töne

Eppstein Wer gerne singt, auch wenn die Töne bisweilen schief sind, sollte das nächste Mal zum Rudelsingen kommen. Beim Weinfest hatten Eppsteiner bei der Premiere viel Spaß.

Elvira und Lisa Strahlendorf, Gabriele und Thomas Gerdau (von links) stimmten mit ein, beim Rudelsingen auf dem Eppsteiner Weinfest.
Elvira und Lisa Strahlendorf, Gabriele und Thomas Gerdau (von links) stimmten mit ein, beim Rudelsingen auf dem Eppsteiner Weinfest. Bild: Hans Nietner

Rudelsingen hört sich irgendwie seltsam an, ergibt jedoch näher betrachtet durchaus Sinn: Leute, die sich bei Veranstaltungen treffen, Spaß am Singen haben und einfach drauf los singen, ohne jegliche Vorkenntnisse. Die Idee hatte 2011 Sänger David Rauterberg in Münster. Seitdem überfluten Rudelsinger-Veranstaltungen Deutschland. In Eppstein hatte Gabriele Gerdau die Idee zum kollektiven Singspaß. Eppsteiner trafen sich vor einiger Zeit im Rahmen der Planungsarbeiten zum neuen Familienzentrum (siehe Info). Während eines dieser Treffen erzählte Gerdau von ihren Erlebnissen des Rudelsingens.

Leute kommen sich näher

„Thomas Dürrich von der IHH, den Organisatoren des Eppsteiner Weinfests, war sofort von dieser Idee begeistert“, erinnert sich Pfarrerin Heike Schuffenhauer. Auch Katharina Bereiter, die Dekanatskantorin, war gerne bereits, die Spontan-Sänger am E-Piano zu begleiten. „Das Weinfest bot sich für unsere Idee des Rudelsingens an“, erklärt Schuffenhauer. „Durch das Singen kämen sich die Leute näher, hätten Spaß, ihre Herzen öffneten sich.

Beim Weinfest stimmt die Mischung aus edlen Tropfen und fröhlichen Klängen. Katja Ludwig und ihre Freundin Martina Stolte probieren ein Glas Riesling. Die Idee des Rudelgesangs gefällt ihnen. „Ich singe gerne, warum sollte ich da nicht mitmachen?“, fragt Katja Ludwig. Die Liedtexte der bekannten Partyklassiker können auch per Link im Smartphone mitgelesen werden. Für andere, die kein Handy zur Hand haben, steht eine Leinwand bereit. Pfarrerin Schuffenhauer ermutigt alle Besucher: „Machen Sie mit, denn Singen ist gesund!“

Neben ihr stehen schon eine Gruppe, die in den Gesang mit einstimmt und die Weinfestbesucher zum Mitmachen motiviert. „Keiner singt hier vor, alle singen gemeinsam“, ruft Schuffenhauer. Motivation benötigen die Eppsteiner sowieso nicht, denn bei „Marmor, Stein und Eisen bricht“ stimmen alle gut gelaunt mit ein. Hits, wie „Wochenend’ und Sonnenschein“ oder „Griechischer Wein“ bringen beste Laune.

Und die Lieder wecken Erinnerungen an alte Zeiten. Eine ältere Besucherin gibt zu: „Das Rudelsingen gefällt mir sehr gut. Man darf nach Herzenslust mitsingen und keinen stört es, wenn die Töne mal nicht perfekt sitzen.“

Wiederholung im Advent

Heike Schuffenhauer und das Team des Familienzentrums freuen sich über den Erfolg der geglückten Aktion. Eine zweite Veranstaltung sei bereits in Planung, so die Pfarrerin. Am Samstag vor dem zweiten Advent wird das Team des Familienzentrums erneut zum kollektiven Gemeinschaftssingen einstimmen.

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