12.08.2017 03:00 |

Viele Promis in der Alten Oper: Anastacia rockt den Sportpresseball

Sängerin Anastacia war erst diese Woche in Hessen zu Gast, spielte in Hanau. Zum Sportpresseball in der Alten Oper wird die Musikerin wieder kommen.
Sängerin Anastacia war erst diese Woche in Hessen zu Gast, spielte in Hanau. Zum Sportpresseball in der Alten Oper wird die Musikerin wieder kommen. Bild: Sven-Sebastian Sajak

Es ist mal wieder soweit. Jörg Müller und Sandra Sondermann stehen im Backstagebereich des Konzertes eines internationalen Superstars. Die beiden, die gemeinsam mit ihren Kollegen der Agentur Metropress und dem Verband Deutscher Sportjournalisten sowie dem Verein Frankfurter Sportpresse, den Sportpresseball auf die Beine stellen, warten darauf, Anastacia die Hand zu schütteln. Die Musikerin, die es mit Megahits wie „I’m Outta Love“, „Left Outside Alone“, „One Day In Your Life“ oder „Paid My Dues“ zu weltweitem Ruhm gebracht hat, ist der Gaststar der diesjährigen Ausgabe in der Alten Oper, die am Samstag, 4. November, über die Bühne geht.

Anastacia (Mitte) im Gespräch mit den Machern des Sportpresseballs, Sandra Sondermann und Jörg Müller. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Anastacia (Mitte) im Gespräch mit den Machern des Sportpresseballs, Sandra Sondermann und Jörg Müller.
In Kürze muss die 48-Jährige auf die Bühne des Amphitheaters in Hanau. Doch für Müller und Sondermann nimmt sie sich Zeit. „Ihr beiden seid es“, begrüßt sie die Ballmacher, die sie gleich wiedererkennt. „Kommt Boris Becker eigentlich auch zum Ball“, will die Sängerin wissen. „Ich bin nämlich gut mit seiner Frau befreundet“, erklärt sie. „Die Chancen stehen nicht schlecht“, antwortet Jörg Müller. „Schließlich war er 2008 unsere ,Legende des Sports‘.“ Mit dieser Auszeichnung würdigen die Veranstalter das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten, die für ihre legendären sportlichen Leistungen ausgezeichnet werden.

Doch das ist nur eins von vielen Höhepunkte der 36. Ausgabe des Sportpresseballs, die unter dem Motto „Hier tanzt Deutschland“ steht. Es geht den Machern des Programms, durch das – altbewährt – Moderator Michael Steinbrecher führt und das die Veranstalter weiter straffen wollen, darum, die besondere Magie des Tanzens und den Tanzsport in seiner Vielfalt aus Eleganz, Dynamik und Anmut zu präsentieren. Außerdem wollen sie den traditionellen Ball-Elementen mehr Raum bieten.

Dafür, dass das auch gelingt, sorgt niemand Geringeres als die kompetente Fachfrau Motsi Mabuse , Profitänzerin, mehrfache deutsche Meisterin Latein sowie „Let’s Dance“-Jurorin. Weitere Programmpunkte sind die Auszeichnungen in den Kategorien „Sportler mit Herz“ und „Sportmedien“. Ein weiterer Garant fürs Tanzen ist dann sicher auch Anastacia, die zur Geisterstunde die Lebensgeister wecken wird.

Und für welche Sportart begeistert sich die Musikerin? „Netflix“, antwortet sie und lacht. „Nein, ehrlich, ich habe Sport schon immer gemocht.“ Ihr gefalle es, das jeweilige Spiel und dessen Regeln kennenzulernen. „2002 musste ich auch lernen, dass Soccer, wie wir es in den USA nennen, in Wahrheit Fußball ist und wir den Namen Football eigentlich gestohlen haben“, ulkt Anastacia vergnügt. Damals sang sie den offiziellen WM-Song mit dem Titel „Boom“.

So eng ist sie mit der schönsten Nebensache der Welt allerdings nicht, dass sie eine Lieblingsmannschaft hätte. „Aber ich war in Deutschland, als ihr Jungs die Weltmeisterschaft gewonnen habt. Ich glaube also, dass ich euch Glück gebracht habe. Leider ist mir das 2002 nicht gelungen“, lacht Anastacia. Damals verlor die Deutsche Nationalelf das Endspiel gegen Brasilien.

„Vor einigen Jahren bereits hätte ich beim Sportpresseball auftreten sollen“, erinnert sich Anastacia und wird nachdenklich. „Doch dann wurde ich krank und musste absagen.“ Zur Erinnerung: 2013 fiel ihre geplante Europatournee aus, weil bei ihr erneut Brustkrebs diagnostiziert worden war. Bereits 2003 hatte sie darunter gelitten. Für Charity-Veranstaltungen hat sie daher immer etwas übrig, „wenn es zeitlich passt, versuche ich es möglich zu machen“, sagt sie.

Die Musikerin war übrigens auch selbst sportlich aktiv. „Ich habe Feldhockey und Tennis gespielt. Und ich liebte es, zu schwimmen. Ich bin ein Wasserbaby“, sagt sie. Sie habe sogar schon schwimmen gekonnt, bevor sie laufen lernte. Und auch heute noch hält sie sich für eine Athletin. „Ich singe wie ein Sprinter“, sagt Anastacia. Und ein Konzert zu geben sei für sie wie Sport. „Ich lebe sehr diszipliniert. Ich gehe nicht aus, besuche keine Partys, rauche nicht und achte sehr auf meine Stimme.“

Fast schon asketisch. Da ist es nichts mit wildem Rock’n’Roll-Leben. Da können sich die gut 2500 Ballbesucher also auf etwas Besonderes freuen. „Ja, ich werde so viele Hits wie möglich spielen, so dass die Fans auf ihre Kosten kommen“, sagt Anastacia, deren Augen glänzen, als sie auf ihre eigene Modekollektion zu sprechen kommt, die sie für den Discounter Aldi entworfen hat. „Ich war so aufgeregt, als ich sie zum ersten Mal getragen habe und feststellte, wie gut sich die Kleidungsstücke anfühlen“, sagt die 48-Jährige, die in Gedanken schon bei der nächsten Kollektion ist. Die könne man aber erst angehen, wenn die alte verkauft ist. Doch Anastacia bleibt selbstbewusst: „Glaubt mir, wenn ich im November in der Alten Oper auftrete, ist die Kollektion ausverkauft.“

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